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Reisekindersitz im Urlaub: Die besten Kindersitze für Taxi, Mietwagen & Flugzeug

von Miriam

Ihr plant gerade eure nächste Fernreise, einen Campingurlaub oder euren lang ersehnten Sommerurlaub? Ihr vergleicht Flugpreise, recherchiert den passenden Mietwagen und organisiert Transfers zur Unterkunft.

Und genau jetzt stellt sich eine Frage, die viele Familien unterschätzen: Wie sitzt euer Kind sicher im Mietwagen, Taxi, Shuttle oder im Flugzeug? Welche Reisekindersitze sind geeignet, und was muss ich im Ausland beachten?

Ein Reisekindersitz ist ein mobiler, leichter Kindersitz, der speziell für Reisen entwickelt wurde. Er lässt sich schnell einbauen, passt in Taxi, Mietwagen oder Camper und ist im Idealfall auch für das Flugzeug zugelassen. Er bietet eurem Kind Sicherheit, Vertrautheit und erfüllt die geltenden Sicherheitsnormen.

In diesem Artikel erfahrt ihr, wann ein Reisekindersitz sinnvoll ist, welche Modelle sich wirklich eignen und worauf ihr beim Kauf achten solltet. Außerdem zeigen wir euch die wichtigsten Vor- und Nachteile und geben klare Praxistipps, damit ihr genau den Reisekindersitz findet, der zu euch passt.

5 wichtige Fakten zum Reisekindersitz
  • Nicht jeder Sitz fliegt mit: Im Flugzeug dürfen nur Modelle mit offizieller Flugzeugzulassung mit dem Label „For use in aircraft“ an Bord verwendet werden.
  • Mietwagen oft mit Überraschungen: Gemietete Kindersitze im Ausland sind nicht immer neuwertig, sauber oder passend für euer Kind. Ein eigener Reisekindersitz bietet mehr Sicherheit und Komfort.
  • Sicher Taxi fahren: Gerade am Flughafen oder im Urlaubsort steht selten ein passender Kindersitz im Taxi bereit. In vielen Ländern sind Kindersitze im Taxi nicht vorgeschrieben. Gleichzeitig sind Fahrstil und Verkehrsregeln oft ganz anders als zu Hause.
  • Loop Belt im Flugzeug: Der Loop Belt ist eine Gurtverlängerung für Erwachsene und kein eigenes Rückhaltesystem für Kinder. Er ist gefährlich, unsicher und schützt dein Kind nicht bei starken Turbulenzen oder Zwischenfällen.
  • Regelungen weltweit: In vielen Ländern außerhalb Europas wie den USA, Australien und Kanada sind deutsche Kindersitze mit ECE Zulassung offiziell nicht zugelassen. Dort gelten eigene technische Prüfstandards, die zwingend erfüllt sein müssen.

1. Was ist ein Reisekindersitz und wann brauchst du ihn?

Ein Reisekindersitz ist kein klassischer Autositz für den Alltag. Er ist leichter, kompakter und so gebaut, dass du ihn problemlos im Flugzeug, Taxi oder Mietwagen nutzen kannst. Viele Modelle lassen sich zusammenklappen und in wenigen Minuten sicher einbauen. Mit einer passenden Transporttasche schützt du den Sitz und kannst ihn besser von A nach B transportieren. Genau diese Flexibilität macht ihn auf Reisen so wertvoll.

Im Unterschied zu fest installierten Sitzen steht bei einem Reisekindersitz die Mobilität im Fokus. Er muss schnell zwischen Taxi, Mietwagen, Minivan und Shuttlebus wechseln können. Gleichzeitig soll er deinem Kind den gleichen Schutz bieten wie zu Hause.

Wann braucht ihr einen Reisekindersitz? Ob ein Reisekindersitz sinnvoll ist, hängt stark von eurer Reiseart und vom Reiseziel ab. Plant ihr eine Rundreise mit häufigem Fahrzeugwechsel, mehrere Inlandsflüge oder längere Strecken im Mietwagen oder Camper, ist ein eigener Reisekindersitz die beste Lösung. Ein Reisekindersitz ist außerdem sinnvoll, wenn ihr am Urlaubsort flexibel bleiben möchtet. Spontane Taxifahrten, private Transfers, Ausflüge mit Fahrern oder Shuttle Services gehören in vielen Ländern zum Alltag.

Gebuchte Autositze für den Mietwagen sind nicht immer neuwertig oder passend für Gewicht und Größe eures Kindes. Und bei Buchung eines Taxi, Grab oder Uber steht nicht immer ein geeigneter Sitz bereit. Im Flugzeug haben wir immer einen Kindersitz genutzt, denn starke Turbulenzen im Flugzeug sind ohne eigenes Rückhaltesystem ein Risiko für euer Kind.

In unserem Artikel „Sicher fliegen mit Baby & Kind: Warum der Loop Belt gefährlich ist“ erfahrt ihr mehr über den Loop Belt und die Möglichkeiten, wie ihr euer Kind am besten im Flugzeug sichert.

Bevor ihr einen neuen Reisekindersitz kauft, solltet ihr aber noch kurz einen Blick auf die Regeln im Zielland werfen. Denn selbst der beste Sitz hilft euch nicht weiter, wenn er vor Ort nicht zugelassen ist. 

2. Kindersitz auf Reisen: Wo europäische Modelle verboten sind!

Wer mit Mietwagen, Camper oder Taxi im Ausland unterwegs ist, sollte sich vorab über die gesetzlichen Vorgaben informieren. Denn nicht jedes Land erkennt europäische Kindersitze automatisch an.

Während unserer Weltreise waren wir unter anderem in Asien und Australien mit Grab, Taxis, Minivans und Mietwagen unterwegs. Dabei haben wir sehr unterschiedliche Regelungen erlebt. Einige Länder haben strenge, westlich geprägte Sicherheitsstandards. In anderen Ländern werden europäische Sitze offiziell nicht anerkannt und dürfen nicht benutzt werden. Und in einigen Ländern konnten wir unseren Reisekindersitz gar nicht nutzen, weil es in dem Fahrzeug keine Sicherheitsgurte gab.

In Europa sind Kindersitze mit gültiger ECE- oder i-Size-Zulassung grundsätzlich anerkannt. Das bedeutet, dass ein europäisch zugelassener Sitz in der Regel auch in anderen europäischen Ländern verwendet werden darf. Unterschiede gibt es vor allem bei Alters- oder Größenangaben, nicht jedoch bei der grundsätzlichen Zulassung.

Australien

Australien hat eines der strengsten Sicherheitssysteme weltweit und erkennt nur Sitze mit dem Standard AS/NZS 1754 an. Europäische oder US-amerikanische Modelle sind hier streng verboten und dürfen auch nicht mit Adaptern genutzt werden. Ein besonderes Merkmal australischer Sitze ist der Top-Tether-Gurt, der zusätzlich zur ISOFIX- oder Gurtbefestigung im Fahrzeug verankert werden muss.

USA

In den USA dürfen ausschließlich Kindersitze verwendet werden, die dem nationalen Sicherheitsstandard FMVSS 213 (Federal Motor Vehicle Safety Standard 213) entsprechen. Zugelassene Modelle tragen eine entsprechende US-Zertifizierung und Herstellerkennzeichnung. Europäische Kindersitze mit ECE- oder i-Size-Zulassung erfüllen diese amerikanische Norm nicht und gelten daher rechtlich nicht als zugelassen.

Bei Kontrollen oder Unfällen drohen Bußgelder und der Verlust des Versicherungsschutzes, da diese Sitze nicht über das erforderliche US-Zertifikat verfügen.

Kanada

In Kanada gelten eigene nationale Zulassungsvorschriften für Kindersitze. Zugelassen sind nur Modelle, die dem Standard CMVSS 213 entsprechen und mit der National Safety Mark (Ahornblatt-Symbol) gekennzeichnet sind. Europäische oder US-amerikanische Sitze ohne dieses Prüfzeichen gelten rechtlich nicht als offiziell zugelassen.

Unsere Lösungen für Länder mit anderen Kindersitz-Regeln:

  • Sitz vor Ort bestellen und vorab zum Hotel schicken lassen
  • Sitz nach Ankunft im Urlaubsland kaufen
  • Beim Mietwagen- oder Wohnmobilanbieter vor Ort reservieren
  • Spezialisierte Baby-Equipment-Verleiher im Urlaubsland nutzen

3. Vor- und Nachteile eines eigenen Reisekindersitzes

Ein Reisekindersitz ist ein perfekter Begleiter auf Reisen und und bietet viele praktische Vorteile. Gleichzeitig gibt es aber auch einige Nachteile. Deshalb solltet ihr vorher sorgfältig abwägen, ob ihr einen Reiskindersitz mit auf Reisen nehmen wollt.

Kategorie Vorteile Nachteile Lösung / Empfehlung
Zulassung Innerhalb der EU und in ECE Ländern rechtlich abgesichertIn Ländern wie z. B. USA, Kanada, Australien offiziell nicht zugelassenIn Verbotsländern Sitz vor Ort mieten oder lokales Modell kaufen
VersicherungVersicherungsschutz bleibt in der ECE Zone bestehenBei nicht zugelassenem Sitz geht Versicherungsschutz verloren Gesetzliche Vorgaben im Reiseland vorab prüfen
Sicherheit & KomfortVertrauter Sitz, geprüfte Qualität, korrekter Einbau bekanntNicht jedes Modell ist für jedes Fahrzeug geeignetVor Reise beim Vermieter Fahrzeugtyp und Einbau prüfen
Kosten Spart teure Mietgebühren vor OrtHohe AnschaffungskostenGebraucht kaufen oder langfristig nutzen
FlexibilitätSpontane Nutzung in Taxi, Transfer oder MietwagenReisekindersitz als zusätzliches Gepäckstück Transporttasche nutzen
Hygiene & Zustand Bekannter Zustand und saubere NutzungRisiko von Transportschäden beim FlugGut verpackt aufgeben oder im Flugzeug nutzen

4. Reisekindersitz im Taxi, Uber & Co

Eltern kennen die Situation. Ihr landet nach einem langen Flug am Urlaubsort, die Kinder sind müde, und alle wollen schnell zur Unterkunft. Doch im Taxi gibt es keinen Kindersitz oder nur einen sehr alten Sitz. Und in der Grab App zeigt er euch nicht die Option Grab Family an. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig ein eigener Reisekindersitz sein kann. Besonders dann, wenn ihr vor Ort noch weitere Strecken mit Taxi, Minivan oder Mietwagen plant.

Taxi, Grab, Uber & Gojek

Möchtet ihr spontan ein Taxi im Ausland nehmen, haben die wenigsten einen geeigneten Kindersitz dabei. In den Apps von Uber, Grab und Gojekt könnt ihr in einigen Fällen einen Kindersitz hinzubuchen, aber meistens nur in den größeren Städten.

  • Bei Grab sucht ihr nach der Option Family Grab
  • Bei Uber findet ihr teilweise die Car Seat Option
  • Bei Gojek heißt die Variante GoCar Kid

Die Verfügbarkeiten sind aber begrenzt, und gerade zu Stoßzeiten oder am Flughafen sind Fahrzeuge mit Kindersitz schnell ausgebucht.

Schau vorab, welchen Fahrdienst es in deinem Urlaubsland gibt. Simuliere eine Fahrt und schau, ob du die Option mit Kindersitz auswählen könntest.

Flughafenshuttle, Minivans & private Transfers

Bei Flughafenshuttles, Hoteltransfers oder privaten Minivans ist ein geeigneter Kindersitz nicht automatisch vorhanden. Viele Anbieter führen nur wenige Sitze mit und bringen sie ausschließlich auf Anfrage. Aber hier könnt ihr vorab mit dem Anbieter klären, ob er einen geeigneten Sitz mitbringen kann und diesen vorab buchen.

Wenn du einen Transfer mit Kindersitz buchen möchtest, solltest du vorab:

  • das Alter deines Kindes angeben
  • das Gewicht mitteilen
  • ggf. die Größe nennen
  • und dir die Verfügbarkeit schriftlich bestätigen lassen

Lass dir am Vortag noch einmal bestätigen, dass ein passender Sitz vorhanden ist.

In Südostasien haben wir mehrfach erlebt, dass in Vans Sicherheitsgurte fehlten oder nicht auf allen Plätzen funktionierten. Fragt deshalb vorab gezielt beim Fahrer nach, ob überhaupt Sicherheitsgurte vorhanden sind. Achtet außerdem z.B. in Thailand darauf, dass es sich nicht um ein offenes Taxi, den sogenannten Songthaews (umgebaute Pick-ups mit überdachter Ladefläche und zwei Sitzbänken) handelt. In offenen Wagen gibt es gar keine Gurte, euer Kind ist also nicht geschützt. Tuk Tuks sind ein aufregendes Erlebnis für Familien, sie haben aber keine Sicherheitsgurte.

Mietwagen & Camper

Auch beim Mietwagen oder Camper solltet ihr das Thema nicht unterschätzen. Ein vor Ort gebuchter Kindersitz ist nicht immer in gutem Zustand oder passt optimal zum Alter eures Kindes. Teilweise sind die Sitze stark beansprucht oder die Anleitung fehlt, und ihr müsst einen fremden Kindersitz ohne Hilfe selber installieren.

Wenn ihr mit dem Camper unterwegs seid, prüft unbedingt, welche Sitzplätze über Dreipunktgurte verfügen. In vielen Wohnmobilen sind nur bestimmte Plätze für Kindersitze zugelassen. Seitliche Sitzbänke haben oft nur Beckengurte und sind daher nicht geeignet.

Das Gute bei einer Mietwagenbuchung ist, dass ihr den passenden Kindersitz online gleich mit dazu buchen könnt. Unter Ausstattung und Extras habt ihr die Wahl zwischen Kleinkindersitzen, Kindersitzen und Sitzerhöhungen. Wir buchen unseren Mietwagen immer über Check24 und haben mit den Anbietern durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht.

Im allgemeinen kann man aber sagen, dass ein Reisekindersitz deutlich mehr Sicherheit und Flexibilität bietet. Ihr wisst, wie er eingebaut wird, er passt zu eurem Kind, und ihr seid unabhängig von der Ausstattung und Verfügbarkeit vor Ort.

5. Reisekindersitz im Flugzeug. Was beachten?

Im besten Fall nehmt ihr einen Kindersitz mit, den ihr im Flugzeug und im Urlaub vor Ort nutzen könnt. Ihr solltet unbedingt darauf achten, dass der Kindersitz für die Nutzung im Flugzeug das Label „For use in aircraft“ hat.

Leider gibt es aber immer weniger Hersteller, die Kindersitze (I, II, II) auch für das Flugzeug anbieten. Viele Kindersitze, die laut TÜV Rheinland für den Flieger geeignet sind, könnt ihr im Handel nicht mehr kaufen. Ihr könnt diese aber gebraucht kaufen oder mieten.

Wir haben uns beim Thema Sicherheit und Hygiene immer für einen neuen Reisekindersitz entschieden, weil wir bei einem gebrauchten Sitz nicht wissen, wie gut dieser behandelt wurde.

Bei vielen Airlines darfst du kostenlos einen Kindersitz, einen Buggy oder einen Kinderwagen mitnehmen. In einigen Fällen kannst du ihn auch bis zum Gate mitnehmen und bekommst ihn beim Aussteigen aus dem Flieger wieder ausgehändigt. Das ist natürlich das Optimalste, denn mit dem aufgegebenen Gepäck wird oftmals nicht gut umgegangen. Wenn der Sitz zu Boden fällt oder geworfen wird, können Risse entstehen, die nicht sichtbar sind. Der Sitz ist dann nicht mehr sicher.

Wir haben mit einer Babyschale im Flugzeug bei einigen Airlines die Erfahrung gemacht, dass unser Kind trotz gebuchtem Sitzplatz und geeignetem Kindersitz bei Start und Landung mit dem Loop Belt gesichert werden sollte (Anweisung der Besatzung). Die Flugbegleiter waren fest davon überzeugt, dass das Kind mit dem Loop Belt besser gesichert ist als mit dem sicheren Kindersitz. Das ist natürlich zusätzlicher Stress für Eltern, sollte aber niemanden davon abhalten, einen eigenen Kindersitz mit an Board zu nehmen.

Unsere Empfehlung: Bucht einen Sitzplatz in der Mitte des Flugzeugs (aus dem Sichtfeld der Flugbegleiter) und setzt euer Kind kurz vor Start und Landung zurück in den Kindersitz (wenn auch die Flugbegleiter sitzen).

Wir würden euch die Nutzung eines Reisekindersitzes an Board oder ein Gate Check empfehlen (vorab mit der Airline telefonisch klären oder online prüfen). Gebt ihr den Kindersitz als Gepäck auf, wisst ihr nicht, wie damit umgegangen wird. Schon ein Fallenlassen des Sitzes kann zu nicht sichtbaren Schäden führen und der Sitz ist nicht mehr sicher.

In unserem Artikel „Sicher fliegen mit Baby & Kind: Warum der Loop Belt gefährlich ist“ geben wir die wichtige Infos und Tipps zum Thema sicher Fliegen mit Kindern.

6. Alternativen zum eigenen Reisekindersitz

Wenn ihr keinen eigenen Kindersitz mitnehmen möchtet, gibt es einige gute Alternativen, wie ihr dennoch entspannt reisen könnt. Allerdings braucht ihr dafür mehr Planung, Recherche und Organisation. Je spontaner ihr unterwegs sein möchtet, desto anspruchsvoller wird die Organisation ohne eigenen Sitz. Und auch Rundreisen können eine Herausforderung werden, weil ihr natürlich viel mehr Standortwechsel habt als bei einem Hotel.

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen (MRT, Metro & Züge)

In vielen Großstädten gibt es gut ausgebaute U-Bahnen, MRT Systeme oder Metro Linien. Sie fahren regelmäßig, sind günstig, und ihr kommt schnell ans Ziel. In Großstädten umfahrt ihr damit auch den dichten Verkehr, besonders zu den Stoßzeiten.

Reist ihr in ein Land mit einem gut ausgebauten Streckennetz, könnt ihr längere Strecken auch prima mit dem Zug zurücklegen. Zugfahren ist in manchen Ländern nicht nur günstig, schnell und bequem, sondern ihr bekommt auch unglaublich viel von der Landschaft mit. Und die meisten Kinder lieben es, mit dem Zug zu fahren.

Mietwagen, Camper & Co mit Sitz mieten

Bei fast allen Autovermietungen könnt ihr einen Kindersitz dazu buchen. Bei den Anbietern könnt ihr unter Ausstattung & Extras eine Babyschale, einen Kleinkindersitz oder eine Sitzerhöhung auswählen. Reserviert den Sitz frühzeitig, da oft nur eine begrenzte Anzahl verfügbar ist. Bei der Abholung solltet ihr prüfen, ob der Sitz sauber, vollständig und unbeschädigt ist. Achtet auch darauf, dass das Auto passende Dreipunktgurte oder Isofix hat. Im Camper sind nicht alle Sitzplätze für Kindersitze geeignet, deshalb vorher genau nachfragen.

Fahrdienst Apps mit Kindersitz nutzen

In einigen Städten und Regionen könnt ihr bei folgenden Fahrdienst Apps auch Kindersitze auswählen:

Fahrdienst Wo verfügbar?Bezeichnung in AppWelche Sitze?
UberEuropa, Nord- & Südamerika, Ozeanien, Afrika & Naher OstenUber Car Seat, Uber FamilyNuna RAVA Sitz, 2,3 Kilo bis 29,5 Kilo
GrabSüdostasienGrabFamily1-3 Jahre (Urban Kanga / IMMI GO) oder 4-7 Jahre (mifold)
GojekIndonesien & SingapurGoCar KidsSitzerhöhung, Alter 4-7 Jahre, 1-1,35 m
Careemu.a. Dubai, Ägypten, MarokkoCareem Kidsfür Kinder bis 4 Jahre
BoltEuropa, Afrika, Asien, Naher Osten, AmerikaChild SeatSitzerhöhung, Alter 4-8 Jahre
LyftNordamerikaCar Seat Mode IMMI Go Kindersitz, 79 bis 132 cm, etwa 10 bis 22 kg

Wichtige Hinweise: Ihr könnt nur einen Sitz pro Fahrzeug buchen. Der milfold Sitz (von Grab genutzt) ist kompakt, schützt das Kind aber leider überhaupt nicht und bietet keinen Seitenaufprallschutz (laut Stiftung Warentest). Auch der Urban Kanga bietet laut ADAC keinen ausreichenden Schutz beim Seitenaufprall (zum ADAC Urteil).

Die Möglichkeit einen Kindersitz zu buchen, gibt es leider nicht überall, meist nur in größeren Städten. Die Anzahl der Fahrzeuge mit Sitz ist begrenzt, besonders am Flughafen oder zu Stoßzeiten. Ihr solltet vorab in der App prüfen, ob diese Option für euer Reiseziel überhaupt angeboten wird. Bei vielen Fahrzeuganbietern könnt ihr euer Fahrzeug bis zu 90 Tage im Voraus buchen.

Kindersitz vor Ort kaufen und dann wieder verkaufen

Bei längeren Reisen kann es sinnvoll sein, vor Ort einen neuen Kindersitz zu kaufen. In größeren Städten findet ihr Fachgeschäfte oder Babyabteilungen in Einkaufszentren. Achtet darauf, dass der Sitz den Sicherheitsstandards des Landes entspricht. Nach der Reise könnt ihr ihn online weiterverkaufen oder an andere Reisende abgeben. Bedenkt jedoch, dass Kauf und späterer Verkauf Zeit kosten. Diese Lösung lohnt sich meist nur bei längeren Aufenthalten.

Shuttlebus, Minivans oder privater Transfer mit Sitz nutzen

Bei Shuttlebus, Minivan oder privatem Transfer ist ein geeigneter Kindersitz nicht automatisch dabei. Viele Anbieter stellen einen Sitz nur auf Anfrage bereit und oft auch nur in begrenzter Anzahl. Gebt bei der Buchung deshalb immer Alter und Gewicht eures Kindes an, und lasst euch die Reservierung schriftlich bestätigen. Fragt zusätzlich nach, ob Dreipunktgurte vorhanden sind, denn ohne passende Gurte kann kein Kindersitz sicher befestigt werden.

7. Die besten Reisekindersitze für unterwegs

Faltbare Reisekindersitze (ohne Flugzeugzulassung)

Reisekindersitze sollten leicht, kompakt und idealerweise zusammenklappbar sein. Hier zeigen wir euch die besten Kindersitze für unterwegs, die jedoch keine Flugzeugzulassung haben.

Maxi Cosi Nomad XL Plus

  • Alter: 15 Monate bis 12 Jahre (76 – 150 cm)
  • Gewicht Kind: 9-36 kg
  • Gewicht Sitz: 6 kg
  • Maße (gefaltet): 46 x 53 x 23 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: Top Tether (15 Monate bis 4 Jahre Installation mit Top Theter vorgeschrieben), 5 Liegepositionen, inklusive Reisetasche, kompakt zusammenklappbar

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Maxi Cosi Tanza i-Size

  • Alter: 3,5 – 12 Jahre (100 – 150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-36 kg
  • Gewicht Sitz: 5,32 kg
  • Maße (gefaltet): 45 x 60 x 26 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: mitwachsender Kindersitz, kompakt zusammenklappbar, G-CELL Seitenaufprallschutz

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Chicco FOLD & GO S I-SIZE

  • Alter: 3 – 12 Jahre (100-150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-36 kg
  • Gewicht Sitz: 7 kg
  • Maße (gefaltet): 46 x 61 x 22 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: 4 Neigepositionen, verstellbare 13-Positionen-Kopfstütze, kompakt zusammenklappbar

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HEYNER® KIDS Kindersitz i-Fix Maxi Go 

  • Alter: 3,5 – 12 Jahre (100-150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-36 kg
  • Gewicht Sitz: 4,2 kg
  • Maße (gefaltet):
  • Isofix: ja

Besonderheiten: verstellbare 14-Stufen-Kopfstütze, kompakt zusammenklappbar, inkl. Transporttasche

Zum aktuellen Angebot!


Jovikids Kindersitz

  • Alter: 3 – 12 Jahre (100-150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-36 kg
  • Gewicht Sitz: 7 kg
  • Maße (gefaltet): 47 x 47 x 27 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: verstellbare Kopfstütze, platzsparend zusammenklappbar, tragbar mit Griff

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Urban Kanga Wallaroo Grow

  • Alter: 15 Monate – 12 Jahre (76-150 cm)
  • Gewicht Kind: 9-36 kg
  • Gewicht Sitz: 6,5 kg
  • Maße (gefaltet): 52 x 45 x 25 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: vollständig zusammenklappbar, integriertem 5-Punkt-Gurt und verpflichtender ISOFIX- & Top-Tether-Befestigung (15 Monate bis 4 Jahre)

Zum Urban Kanga Wallaroo Grow

Zur Urban Kanga Wallaroo Transporttasche


Urban Kanga Wallaroo Up

  • Alter: 3,5 – 12 Jahre (76-150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-36 kg
  • Gewicht Sitz: 5 kg
  • Maße (gefaltet): 52 x 45 x 25 cm
  • Isofix: ja

Besonderheiten: ultraleicht und faltbar, verstellbare Höhe und Kopfstütze

Zum Urban Kanga Wallaroo Up

Zur Urban Kanga Wallaroo Transporttasche


Mifold Hifold fit-and-fold booster

  • Alter: 4 – 12 Jahre (110-150 cm)
  • Gewicht Kind: 15-45 kg
  • Gewicht Sitz: 4,6 kg
  • Maße (gefaltet): 25 x 34,4 x 34,4 cm
  • Isofix: nein

Besonderheiten: kein ISOFIX, zusammenklappbar auf Handgepäckgröße, hohe Rückenlehne, in 4 Bereichen separat verstellbar: Sitzbreite, Körperbreite, Kopfbreite und Höhe,  integriertem Tragegurt und Aufbewahrungstasche

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Trunki BoostApak 2-in-1 (Kindersitz & Rucksack)

  • Alter: 6 – 12 Jahre (126-150 cm)
  • Gewicht Kind: max. 55 kg
  • Gewicht Sitz: 1,7 kg
  • Volumen: 8 Liter
  • Maße: 40 x 36 x 16 cm

Besonderheiten: 2-in-1 Sitzerhöhung & Rucksack, als Handgepäck zugelassen, i-Size / ECE R129 zertifiziert

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Reisekindersitze mit Flugzeugzulassung

Reisekindersitze mit Flugzeugzulassung sind besonders praktisch, weil sie sich sowohl im Flugzeug als auch am Reiseziel nutzen lassen. Aktuell gibt es allerdings keine Modelle der Klasse I bis III mit Flugzeugzulassung mehr neu im Handel zu kaufen (Stand 03/2026). Einige Reisekindersitze sind leider nur noch gebraucht erhältlich.

Maxi Cosi Pebble 360

  • Alter: 0-15 Monate (40-83 cm)
  • Gewicht Kind: 0-13 kg
  • Gewicht Sitz: 4,3 kg

Besonderheiten: Passend für Maxi-Cosi-Kinderwagen Oxford+ & Eva, innovative G-CELL-Seitenaufpralltechnologie, i-Size, Verwendung mit FamilyFix 360-Basis möglich  

Zum Maxi Cosi Pebble 360


Maxi Cosi Pebble S

  • Alter: 0-15 Monate (40-83 cm)
  • Gewicht Kind: 0-13 kg
  • Gewicht Sitz: 3,2 kg

Besonderheiten: G-CELL Seitenaufprallschutz, extra großes Sonnenverdeck, i-Size, kombinierbar mit Kinderwagen Oxford+, geringes Gewicht, Verwendung mit FamilyFix S Basisstation möglich, erfüllt die höchsten und neuesten i-Size Sicherheitsstandards (R129/03)

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Cyber Gold Cloud G i-Size

  • Alter: 0-24 Monate (40-87 cm)
  • Gewicht Kind: 0-13 kg
  • Gewicht Sitz: 3,9 kg

Besonderheiten: Rundum-Schutz dank XXL-Verdeck, mit Adaptern schnell auf CYBEX Kinderwagen & Buggys befestigt, Verwendung mit Base G möglich (Stützfuss & Isofix)

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Transporttaschen

Transporttaschen machen Reisekindersitze unterwegs deutlich handlicher und schützen sie vor Schmutz, Kratzern und Beschädigungen. Vor allem auf Reisen mit Flugzeug, Bahn oder Mietwagen sind sie praktisch, weil sich der Sitz damit leichter tragen und verstauen lässt.

YOREPEK Transporttasche

Transporttasche Kindersitz Flugzeug

Urban Kanga Wallaroo Transporttasche

8. Worauf du beim Kauf eines Reisekindersitzes achten solltest

Ein Reisekindersitz muss andere Anforderungen erfüllen als ein Sitz für den täglichen Gebrauch. Neben der Sicherheit spielen Gewicht, Transportfähigkeit und die geplante Nutzung eine entscheidende Rolle.

  • Gewicht und Maße: Ein Reisekindersitz sollte möglichst leicht und kompakt sein. Je leichter der Sitz, desto angenehmer wird die Reise. Besonders am Flughafen oder beim Umsteigen macht jedes Kilo einen Unterschied. 
  • Kompaktes Packmaß oder Faltfunktion: Ein guter Reisekindersitz ist zusammenklappbar oder besonders schmal, sodass er auch in kleine Autos passt. Im Idealfall lässt er sich in einer Transporttasche verstauen und als Handgepäck mitnehmen.
  • Aktuelle Sicherheitsnorm: Der Sitz sollte möglichst der aktuellen Norm ECE R129 (i-Size) entsprechen. Diese beinhaltet strengere Testvorgaben und einen verbesserten Seitenaufprallschutz und gilt heute als empfohlener Sicherheitsstandard. Ältere Modelle nach ECE R44/04 sind zwar noch zugelassen, gelten jedoch als veraltet und bieten weniger umfassende Sicherheitsanforderungen.
  • Hygiene: Ihr sollet darauf achten, dass der Bezug vom Sitz abnehmbar und waschbar ist. Snacks und Getränke können schnell verschüttet werden, und dann ist es wichtig, dass der Bezug gewaschen werden kann.
  • Einfache Befestigung: Ideal ist ein Sitz, der sich mit dem 3-Punkt-Gurt befestigen lässt. Das macht ihn flexibel einsetzbar, auch wenn der Mietwagen kein ISOFIX hat. Die Installation sollte unkompliziert und selbsterklärend sein.
  • Nutzung im Flugzeug: Soll der Sitz im Flugzeug genutzt werden, muss er ausdrücklich mit dem Hinweis „For use in aircraft“ gekennzeichnet sein. Nur dann darf er mit dem 2-Punkt-Beckengurt auf dem Flugzeugsitz befestigt werden.

9. Unser ehrliches Fazit: Für wen lohnt sich ein Reisekindersitz?

Ein Reisekindersitz lohnt sich auf jeden Fall, wenn ihr länger im Urlaubsland unterwegs seid, mehrere Orte besucht oder eine Rundreise plant. Auch wenn ihr einen Mietwagen, Camper oder häufiger Taxis nutzt, sorgt die Mitnahme eines eigenen Sitzes für deutlich mehr Sicherheit. Denn nicht immer verfügen Taxis, Mietwagenanbieter oder Minivans über geeignete und qualitativ gute Kindersitze.

Wir selbst reisen seit Jahren mit eigenem Kindersitz. Anfangs mit einer Babyschale von Maxi Cosi, später mit einem Takata Maxi und aktuell nutzen wir den Trunki BoostApak. Wichtig war uns dabei immer, dass der Sitz auch eine Flugzeugzulassung (wie der Maxi Cosi und der Takata Maxi) besitzt. So konnten wir ihn problemlos mit an Bord nehmen und im Urlaubsland direkt im Mietwagen oder Taxi weiterverwenden.

Aus Sicherheitsgründen würden wir euch immer empfehlen, auch im Flugzeug einen eigenen Kindersitz zu nutzen. Der sogenannte Loop Belt und auch das bei vielen Eltern beliebte Bassinet ist aus unserer Sicht keine sichere Alternative.

In unserem Artikel „Sicher fliegen mit Baby & Kind: Warum der Loop Belt gefährlich ist!“ erfahrt ihr mehr zu diesem Thema und bekommt wichtige Infos für eure Flugreise mit Baby und Kind.


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